Donnerstag, 22. März 2018

Große Hühnerliebe

Ich nähe ja jedes Jahr wieder gerne die klassischen kleinen Hühner, 
für deren Nacharbeitung es schon jede Menge Tutorials und Videos gibt. 
Man kann sie in der Osterzeit wunderbar als Mitbringsel, 
Tisch- und andere Deko, Jonglierbälle und allerhand mehr benutzen 
und irgendwie werden sie nicht langweilig, da sie aus jedem Stoffrest wieder anders aussehen. 
Vor allem eignen sie sich wunderbar um Stoffreste abzubauen!
Dieses Jahr wurden meine Hühnchen irgendwie immer kleiner und irgendwann hatte meine Tochter mein Mini-Exemplar auf der Hand, die Beine zwischen die Finger geklemmt und da war sie da: 
die Idee zum Hühner-Ring! 

Ich mochte schon immer gerne leichte Ringe, aus Filz zum Beispiel, und dieses Hühnerexemplar zieht auch noch alle Blicke auf sich... 
Für alle, die sich auch einen kleinen schnellen Osterring nähen wollen, hier die schnellen Schritte:
- Zuschnitt Rechteck 3 x 6 cm plus NZG, bei mir also 4,5 x 7,5 cm
- Augen mit schwarzem Sticktwist (ich benutze ihn dreifädig) in die oberen Ecken sticken
- die untere Nahtzugabe auf links bügeln
- kleine rote und orangene Filzstücke für den Kamm, den Schnabel und den Kehllappen auf die Nahtzugabe stecken
- re auf re falten und oben und Seite steppen
- Ecken und Nahtzugaben zurückschneiden, wenden
  - Kordel am Finger abmessen und an beiden Enden Knoten machen
- Huhn mit ein bisschen Füllwatte polstern und Mitte auf Naht falten, 
Kordel mit den geknoteten Enden einlegen und per Hand die Naht schließen
- Kamm, Schnabel und Kehllappen stutzen
- Fertig! 
Mit einer etwas längeren Kordel eignen sie sich auch wunderbar als Serviettenring, falls da noch Bedarf für die Feiertage besteht! 
Verlinkt bei Rums!

Dienstag, 6. März 2018

Mein Helma aus Wollstrick

Der Winter hat uns ja noch relativ fest im Griff hier im Norden, was ich persönlich aber wirklich schön finde. In unserer Ecke hier haben wir beim Schnee-Ranking ja leider mit plus/minus Null abgeschlossen, aber auch die Kälte fand ich toll, weil wir dabei mit Sonne quasi verwöhnt wurden.
Also Spaziergänge statt Schlittenfahren, aber wenigstens viel Antidepressiva-Licht tanken!
Beim Probenähen für "meine Helma" von Meine Herzenswelt  habe ich bei der Stoffauswahl deshalb mal wieder auf meinen Lieblingswollstrick zurückgegriffen, diesmal in dunklem Anthrazit.
Und die Helma habe ich, damit sie schön wintertauglich ist, ganz schlicht gemacht, ohne Schlitze vorne und / oder hinten, ohne Kordel- oder Gummizug in der Taille und ohne Taschen.
So kann man das Kleid auch wunderbar als Longpulli über einer Jeans tragen oder mit Strumpfhosen und Stiefeln.
Und als Extra für kaltes Wetter hat meine Helma noch einen abnehmbaren Kragen bekommen: einen Lieloop von Lielies Pumpbär.
Demnächst seht ihr meine Frühlingsversion der Helma... und wenn ihr euch beeilt, bekommt ihr das Schnittmuster noch zum Einführungspreis mit 50% Rabatt, aber nur direkt auf der Seite von Meine Herzenswelt.

Schnitt:
"meine Helma" von meine Herzenswelt (Schnittmuster wurde mir im Zuge des Probenähens kostenlos zur Verfügung gestellt, dies beeinflusst meine Meinung aber nicht)
"Lieloop" von Lielies Pumpbär, Freebook
Stoff: "Lene" anthrazit von Swafing Stoffe
Verlinkt bei Handmade on Tuesday und Dienstagsdinge!


Dienstag, 20. Februar 2018

Memo aus Kreativpapier

Letzte Woche war bei Swafing die Hausmesse für Fachhändler und es gab wieder einmal viele Neuigkeiten. 
Unter anderem das Kreativpapier, das ich zuvor testen durfte. 
Kreativpapier hat ja auch viele andere Namen wie Nähpappe oder waschbares Papier. Swafing Kreativpapier gibt es in Lederoptik in 5 Farben und mit coolem Metallic-Look in 4 Farben, alle als Rollenware mit 75, bzw. 63 cm Breite.
Das erste der beiden Projekte, die ich aus dem hellbraunen Kreativpapier gemacht habe, 

zeige ich euch heute:
Mein Memo!
Das Kreativpapier habe ich ungewaschen verwendet und mit Vliesofix bebügelt.  
Die Motive, die ich für die Spielkarten benutzt habe, stammen von dem supertollen Birch Stoff "Picnic Whimsy by Rebekah Ginda". 
Ein Rapport reicht für das komplette Spiel, da zwei Alphabete nebeneinander gedruckt sind.
In grobe Blöcke geteilt werden sie auf das Kreativpapier mit dem vom Schutzpapier befreiten Vliesofix gebügelt und mit Lineal und Rollschneider in 8 cm große Quadrate geschnitten. 
Um die Ecken abzurunden, habe ich mir eine Schablone gebastelt, 
angezeichnet und mit der Schere abgeschnitten.
Beim Absteppen hatte ich erst ein paar Probleme.
Ab und zu verknoteten sich Ober- und Unterfaden nicht und so gab es Fehlstiche. 
Dabei hatte ich eine extrafeine 60er Microtex-Nadel benutzt, um großen Löchern vorzubeugen, aber es wurde erst besser, als ich mich bis zu einer 80er Nadel hochgearbeitet hatte. 
So ging es aber dann sehr gut und die Spielkarten waren fix fertig.
Und sind die Karten mal dreckig oder geknickt, kann man sie waschen und bügeln. 
Noch einen kleinen Beutel für die Karten genäht
und auf ging es zu Projekt 2!
Die Händler konnten es schon vorbestellen und bald findet ihr es beim Stoffhändler eures Vertrauens.
Verlinkt bei HOT, Dienstagsdinge und Kiddikram
Schnitt: keiner
Material:

  • Kreativpapier von Swafing, hellbraun
  • "Picnic Whimsy" über Swafing
  • Vliesofix
  • * die Stoffe wurden mir freundlicherweise zum Testen zur Verfügung gestellt*

Donnerstag, 18. Januar 2018

Der Schuster hat immer die schlechtesten Schuhe...

Nach längerer Blogabstinenz wünsche ich euch erstmal, dass ihr gut ins neue Jahr gestartet seid! 
Hier läuft seit Jahresbeginn alles schön ruhig und so hatte ich endlich mal Zeit, mir wieder etwas zu nähen, das ich schon seit Ewigkeiten auf der To-Sew-Liste hatte. 
Eine neue Tasche!
Und soll ich euch mal was sagen? 
Ich habe in der letzten Zeit sogar eine ganze Menge Taschen genäht, aber alle zum Verschenken, und dabei war meine eigene schon jenseits von Gut und Böse. 
Aber ich stelle immer wieder fest, dass der Schuster doch oft die schlechtesten Schuhe hat.  
Kennt ihr das auch?
Irgendwie war jedoch dafür nie richtig Zeit und Muße...
Als im Dezember dann der Adventskalender 2017 von Farbenmix begann, wollte ich am Start sein, aber der Dezember war dieses Jahr besonders verrückt und so dauerte es noch ein paar Tage, bzw. Wochen, bis auf meiner Schulter eine neue Tasche hängt, ... aber jetzt habe ich es aber endlich geschafft! 
Mein Strandläufer ist fertig und ich bin echt zufrieden mit der Größe, jedoch finde ich die Überschlag-Klappe im Leben 2.0 manchmal etwas umständlich. 
Deshalb hat die Klappe bei mir auch noch ein Reißverschlussfach für die ganz schnell greifbaren Dinge bekommen! 
Zum Bespiel den Garagentoröffner, Fahrkarten, etc. 
Innen hat die Tasche auf beiden Seiten die Aufsatztasche bekommen, so ist es auch relativ aufgeräumt in der großen kleinen Tasche! Und das Schlüsselband finde ich inzwischen richtig praktisch, da ich auch bei mal vollgestopfter Tasche blitzschnell meinen Schlüssel in der Hand habe!
In Gedanken ist schon ein zweiter Strandläufer fertig, mal sehen, 
wie lange die Real-Version auf sich warten lässt! 
Ein dickes Danke an dieser Stelle auf jeden Fall an Farbenmix, die sich jedes Jahr soviel Arbeit mit ihrem Adventskalender machen! 


Schnittmuster:
Strandläufer von Farbenmix
Material:
Kunstleder mit 35% Echtlederanteil
Rom in petrol von Swafing 
Birdcage Turquoise von Au Maison
Heide petrol von Swafing
Webband Fräulein Wasserlilie von Luzia Pimpinella
Stoffe und Zubehör gekauft im Fadenlauf in Weyhe
Verlinkt bei RUMS

Mittwoch, 1. November 2017

Dein Nanuk ist auch cool für inzwischen ziemlich coole Jungs!

Für mich nähe ich ja bekennenderweise gerne bunt... sehr bunt zum Teil auch. Oft verschone ich euch mit Panda- oder Koalabärpullis (die ich aber voll überzeugt trage...), aber der Rest meiner Familie will leider nicht bunt tragen. Wenn ich nach einer Farbrichtung frage, die ich nähen soll, kommt oft "grau... öh, oder schwarz... auf jeden Fall nicht so bunt... mmh, blau geht auch..."! 
Also suche ich immer nach dem nötigsten an Unbunt und dem möglichsten an Bunt...
Bei diesem Hoodie für meinen Jüngsten ist der Spagat ganz gut geglückt, finde ich. Einerseits unauffällig in grau gehalten, aber mit kleinem Extra auf dem Rücken! Und der Junior findet es sogar richtig gut. Der Hoodie "dein Nanuk" von meine Herzenswelt hat tolle versteckte Eingriffstaschen in den Teilungen und der lässige Kragen (den ich mit H630 einseitig verstärkt habe) passt auch gut unter Jacken mit Kapuze. Da stören die doppelten Kapuzen ja doch immer ein bisschen...
Also alles ganz schlicht bisher, oder?
Die Rückseite durfte ich ein bisschen pimpen, da freute sich das Mutter-Näh-Herz ganz besonders! Mein Stofflager gab noch einen Rest von Lila-Lottas Autumn Mini Cute her, an dessen Rand sich ja die tollen Applikationen tummeln, und der Hirsch hat auch sein Herz gewonnen (Erwachsene sagen immer, wenn sie den Hirsch sehen, er erinnert sie an J*germeister). 
 Und woran erkennt man bei Kindern, ob das genähte Stück tatsächlich gefällt? 
Kaum aus der Wäsche, schon wieder an! 
Der Hoodie hat nun schon etliche Runden in Waschmaschine und Trockner hinter sich 
und er ist immer noch so schön wie am ersten Tag!
 (Gerade verweilt er wieder am Träger!)
 Die Beanie, die aus dem Rest entstand, ist mit Fleece gefüttert und zum Jetzt-und-immer-Liebling avanciert. Selbst drinnen -und wir sparen nicht an der Heizung- bleibt sie oft auf dem Kopf!
 Ist doch echt cool, oder?
Technisches:
Hoodie: dein Nanuk von meine Herzenswelt
Beanie: Basic Beanie von Kibadoo
Stoffe und andere Nähzutaten sind alle aus dem Fadenlauf
Hauptstoffe alle von Swafing, Bündchen von C.Pauli
Verlinkt beim AWS und Made4Boys, Kiddikram und Für Söhne und Kerle

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Der Herbst ist da und mit ihm die Jackensaison eröffnet!

Findet ihr nicht auch? 
Gerade noch waren schöne 20 Grad und Sonnenschein und -schwups- dunkel, diesig, regnerisch und kalt! Ungemütlich draußen, aber urgemütlich drinnen. Eine schöne Tasse Tee und die Welt ist in Ordnung. Aber für draußen braucht man doch langsam eine Jacke!
Das Probenähen bei Ilona von Meine Herzenswelt ist beendet und überall seht ihr tolle Nanuks! "Meine Nanuk" für die Damenwelt oder "Deine Nanuk" für Kids und Teens; und es sind wahrhaftig tolle Sweatshirtjacken und Hoodies entstanden.
 Ich liebe es ja, mit den Schnitten ein bisschen zu spielen und deshalb hat meine Version vorne eine Knopfbreite Mehrweite bekommen und große Jerseydrücker zum Verschließen anstelle des gedachten Reißverschlusses. Den Belegstreifen habe ich im Zuge dessen auch gleich mit angeschnitten. 
Und weil alles so schön verdeckt ist, habe ich die Kapuze innen auch gleich noch mit Hand hübsch angenäht... 
Wegen der Knopfleiste habe ich unten ohne Bündchen gearbeitet und einen einfachen Saum gemacht, an den Armen habe ich mich dann angepasst und auch einfach gesäumt. 
Der Steppsweat, den ich dafür gewählt habe, ist leicht meliert und zweifarbig. Außen in dem schönen Lila, innen in dem tollen Jeansblau. Er trägt sich wunderbar leicht und ist doch schön kuschelig. 
Meine Jacke hat noch die hinteren Einsätze aus der Probephase, und ich finde sie sehr vorteilhaft ;-)
In den vorderen Einsätzen sind die Eingriffstaschen versteckt, schön groß, dass die ganzen Hände auch wirklich reinpassen.
Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt... demnächst auf diesem Kanal! Aber dann eine Hoodie-Version! 

Fakten:
Schnittmuster: Mein Nanuk von Meine Herzenswelt, wenn ihr euch beeilt, bekommt ihr das Schnittmuster noch zum Einführungspreis! 
Stoff: Silke melange /Swafing, gekauft im Fadenlauf (ebenso wie alles Zubehör)
Fotos: mein Liebster!
Verlinkt bei RUMS und bei LinkyourStuff!

Donnerstag, 14. September 2017

Mein Kuschel-Cape!

Nach meinem Cardigan aus Wolle war mir ja schon klar, dass ich aus einem anderen der tollen Wollstrickstoffe noch unbedingt etwas machen möchte. 
Und so habe ich fast täglich die kuscheligen Stoffballen gestreichelt, am Spiegel vor mich gehalten, in Gedanken Schnittmuster gewälzt, und glaubt mir, da waren genug Ideen, aber nicht der Einfall, der mich irgendwie richtig überzeugte. 
Dann fiel mir wieder ein, dass ich mal irgendwo eine Anleitung gesehen hatte, bei der man aus zwei Rechtecken, die jeweils kurze Seite an Ende lange Seite des anderen Teils genäht wurden, einen Poncho / Cape genäht hat. 
Schwer vorzustellen und deshalb habe ich mir zuallererst ein Minimodell gebastelt.  
Die Entscheidung fiel dann auf den dunkleren des blauen Rippenstrickstoffs Victoria. Den Stoff habe ich mir gleich in zwei Streifen zugeschnitten und erstmal mit Klammern zusammengeheftet und anprobiert. 
Das erste Fiasko: der Ausschnitt, der sich dadurch ergab, war viiieeelll zu groß. 
Also Modell verändert, mit den Maßen der Rechtecke gespielt, bis mir das einigermaßen gefiel. 
Stoff anders geheftet, Ausschnitt okay, aber irgendwie fühlte ich mich beim Arme bewegen eingeengt. Durch den Winkel schob sich alles so merkwürdig dabei. 
Mmmh.  Die Idee wieder verworfen und 
schon gedacht, dass es blöd war, den tollen Stoff gleich in zwei Teile zu schneiden!
Aber dann einfach mal mit dem Stoff gespielt und die Teile längs zusammengeklammert. 
Das gefiel mir mit den Zipfeln, die sich seitlich bei hängenden Armen ergaben, ganz gut. 
Die Schulternaht rutschte dabei jedoch immer nach vorne, 
also einen Halsausschnitt in Vorder- und Rückenteil geschnitten und einen breiten, 
doppelt gelegten und zum Kreis geschlossenen Streifen in den Ausschnitt genäht. 
Die Seitennähte geschlossen und dabei schmale Säume als Armausschnitte genäht. 
Die untere Kante habe ich nur mit der Overlock versäubert, mit Saum fiel es nicht so schön. 
Aber vielleicht fasse ich in einer ruhigen Stunde die Kante noch einmal mit einem Schlingstich ein... 
Und weil das Ganze soooo schön kuschelig ist, musste noch ein Rollkragen her, 
der einfach in den Ausschnitt gesteckt wird! 
Tief "Sebastian" hat uns gestern beim Fotografieren zum Glück verschont, 
obwohl ich schon ein bisschen Muffensausen hatte unter den ganzen Bäumen... 
Es kam sogar ein bisschen Sonne raus und der Regen setzte erst wieder ein, 
als wir schon im Auto saßen. 
Gemacht haben wir die Fotos übrigens in Syke im Krendel, ein Waldgebiet, 
das einseitig von der Hache begrenzt wird. 
Dort gibt es auch einen Walderlebnispfad mit 24 Stationen, 
also nicht nur schön zum Spazierengehen, auch mit Kindern interessant. 
Es liegt direkt neben dem Kreismuseum und beides ist immer einen Besuch wert! 
 Der Wollstrick Victoria kommt aus dem Hause Swafing, gekauft habe ich ihn im Fadenlauf
Ab damit zum RUMS!

Edit:
Aufgrund der Nachfrage habe ich mich mal an einer kleinen Anleitung versucht, ich hoffe, man kann es so verstehen. Bitte erst komplett lesen. 
Also, mein Stoff lag 1,40 m breit und ich habe mir 
zwei Stücken á 60 cm x volle Breite und
ein Stück á 40 cm x volle Breite abgeschnitten.
 Die beiden 60 cm Stücke habe ich rechts auf rechts gesteckt und mittig ca. 30 cm markiert. Das wird das Loch für den Kopf. Rechts und links davon habe ich zusammengenäht. Bei mir ging das gut mir einem etwas verlängerten Geradstich. Die Nähte habe ich auch gleich danach versäubert. Entweder mit Zickzack oder mit der Overlock (bei dem Strick habe ich mit Differenzial bei der Overlock gearbeitet).
 Da die Öffnung bei Anprobe nun ja am Hals zu hoch ist, schneiden wir einen Halsausschnitt rein. Vorne habe ich ihn mittig 10 cm tief gesetzt und hinten nur 2cm. Zu den Seiten hin natürlich weniger werdend (wie bei jedem anderen Halsausschnitt auch).
 Nun brauchen wir das letzte Stück Stoff. Das teilen wir wie auf dem Bild auf. Zuerst mittig halbieren, dann von dem einen Stück einen 12 cm breiten und durch die Teilung 70 cm langen Streifen ab. Dieser Streifen wird unser Halsausschnitt.
 Den Streifen zum Kreis schließen, d.h. rechts auf rechts längs falten und die kurzen Seiten zusammennähen. Die Nahtzugaben auseinanderlegen und den so entstandenen Kreis wie einen Bündchenstreifen falten, also links auf links. Die beiden offenen Kanten werden nun rechts auf rechts gleichmäßig in den Ausschnitt gesteckt und genäht. Versäubern und die Nahtzugabe nach unten klappen und absteppen. Halsausschnitt fertig.
Nun zuerst die noch offenen Kanten, also rechts, links und unten versäubern. Anschließend das ganze Cape auf links wenden und die Seitennähte mit großzügiger Nahtzugabe, ich habe knapp 2 cm benutzt schließen, dabei, wie auf dem Bild, die oberen 15 cm  auf beiden Seiten offen lassen, das sind die Öffnungen für die Hände. Die Nahtzugabe klappe ich auseinander und nutze sie an der Ärmelöffnung als Saum, den ich nun nur noch absteppe, einmal rundherum auf beiden Seiten. Am Saum unten habe ich die aufgeklappte Nahtzugabe mit Hand ein bisschen fixiert, damit es schön fällt.
 Nun fehlt noch der Rollkragen, den ich extra gearbeitet habe, weil man das Cape dann, wenn es nicht sooo kalt ist, eben auch ohne tragen kann. (Mein Ausschnitt ist nicht halsnah, also ein bisschen weiter, damit ich auch den Rollkragen schön reinstecken kann. Wer ihn enger haben möchte, muss die Öffnung kleiner lassen und den Streifen für den Kragen dementsprechend auch kürzen. Das kann man ja auch noch bei der ersten Anprobe entscheiden.)
Für den Rollkragen also die beiden Reststücke rechts auf rechts an der 70-cm-Seite zusammennähen, wer möchte, kann da gerne ein Stück Webband mitfassen. Anschließend die beiden übriggebliebenen 70-cm-Seiten auch rechts auf rechts schließen, also einen 70-cm-Schlauch nähen.
Schlauch wenden auf rechts. Zusammenlegen, so dass die offenen Enden rechts auf rechts aufeinander liegen und "im Kreis" zusammennähen, bis auf eine ca. 10 cm große Wendeöffnung. Durch diese Öffnung wenden und das Loch mit Hand schließen. Da ich das Webband gerne im oberen Drittel sichtbar haben wollte habe ich die gestückelte Seite nach außen gedreht, man kann aber natürlich auch die "schöne" Seite nach außen drehen. Über den Kopf ziehen und in den Ausschnitt stecken.
Voilá!
Nun hänge ich euch noch ein paar Detailbilder meines Capes an, vielleicht helfen die noch ein bisschen. 
 Ausschnitt vorne und hinten